Rasantes Schlitteln & urige Gemütlichkeit

Abseits der Pisten wird in Osttirol ziemlich viel geboten – Eisklettern und Schlitteln, aber auch Brotbacken nach traditionellen Rezepten.

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Text: Claudia Steiner

"Komm, bissl was geht schon noch!“, ruft mir der Kletterlehrer aufmunternd zu. „Pickl rein und hochziehen.“ Während ich mich schwertue, den schweren Pickel in das steinharte Eis im Eispark Osttirol zu schlagen, scheint Norah geradezu senkrecht die Wand hochzulaufen. Sicher und konzentriert schlägt meine acht Jahre alte Tochter den Pickel ins Eis, zieht sich nach oben, steigt mit ihren Steigeisen nach und schlägt gleich wieder den Pickel ein Stück höher in die weiße Wand. Nach ein paar Minuten steht sie gut 15 Meter hoch oben in der Wand und schaut zu mir runter. „Komm Mama, das geht schon!“ Dann setzt sie sich zurück in den Klettergurt, stemmt die Füße gegen das Eis und wird mit dem Seil sicher zu Boden gelassen. „Noch mal!“, sagt sie, kaum dass sie unten angekommen ist. Der Eispark Osttirol ist der größte künstliche Kletterpark Österreichs. Etwa 20 Gehminuten vom Matreier Tauernhaus entfernt liegen ­mehrere angelegte Eiswände – die aber ganz natürlich aussehen, so als hätte die Kälte Wasserfälle zu Eis erstarren lassen.

Hüttenabend bei Bruno

Natürlich kann man in Osttirol Ski fahren – 150 Pistenkilometer verteilen sich auf sieben Skigebiete. Aber man kann in den vier Regionen, dem Nationalpark Hohe Tauern Osttirol, dem Defereggental, den Lienzer Dolomiten und im Hochpustertal, noch so viel mehr erleben – zum Beispiel einen urigen Hüttenabend bei Bruno auf der Alpe Stalle oberhalb von St. Jakob im Defereggental. Bruno Gasser ist in der Region eine Institution. Viele Gäste und Einheimische kommen immer wieder, weil es bei ihm so gemütlich ist. In der urigen Blockhütte aus dem Jahr 1920 knackt und knistert der Holzofen. Bruno ist seit 1981 auf der auf 1.714 Meter hoch gelegenen Hütte und bewirtschaftet sie nach wie vor mit großer Leidenschaft. Er ist hier oben aufgewachsen. Zu essen gibt es traditionelle Gerichte wie Würstl mit Kraut, Kaiserschmarrn mit Apfelmus und mit Kartoffeln gefüllte Schlipf­krapfen. Köstlich! Nach dem obligatorischen Zirbenschnaps muss man dann auch nicht mehr ins Tal wandern, sondern schnappt sich einen der vielen Holzschlitten, die vor der Hütte stehen und saust damit etwa zwei Kilometer auf der Rodelbahn runter. Muss ich ­erwähnen, dass ich als letzte angekommen bin?

Den kompletten Artikel erhalten Sie in Ausgabe 2/2018 von wanderlust. Hier können Sie das Magazin nachbestellen.

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: wanderlust Nr. 02 / 2018

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