Wer glaubt, wird selig

Das Franziskanerkloster Kreuzberg in der Rhön steht auf dem „heiligen Berg der Franken“. Hier finden Kulinarisches und Wanderlust zueinander sowie Kirche und Krug.

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Auf dem Gipfel des Kreuzbergs steht die „Kreuzigungsgruppe“: drei Kreuze, die heute ein Symbol des Kreuzberges und der gesamten Rhön sind.
© imago/ Siepmann

Text: Matthias Wegener

Wenige Tage nach Aschermittwoch bewirtet uns der 120 Jahre alte Berggasthof mit einer saftigen Roulade, garniert mit selbstgemachtem Blaukraut, wie sie hier in Franken den Rotkohl nennen. Das Haus gehört seit zehn Jahren zum Kloster Kreuzberg, hoch oben in der Rhön, und es heißt nun „Zum Elisäus“. Der Name geht zurück auf den letzten franziskanischen Braumeister, der im Keller die Reifung des berühmten Klosterbieres noch mit der Kerze in der Hand kontrollierte. Drei wichtige Stichworte: Fleisch in der Fastenzeit, selbstgebrautes Bier im Franziskanerkloster und eine fabelhafte Lage unterhalb der blanken Kuppe des Kreuzbergs, dem „heiligen Berg der Franken“, der immerhin 928 Meter hoch ist und damit der dritthöchste in der Rhön. 500 Meter tiefer liegt Bischofsheim, in dem 5.000 Menschen leben. Wir sind in Unterfranken, also in Bayern, aber die nur 22 Meter höhere Wasserkuppe, der bekannte Berg der Segelflieger, liegt bereits in Hessen. Und schweift der Blick nach Osten, mus­tert er die Erhebungen Thüringens. Längs der Rhön verläuft von Nord nach Süd die Landesgrenze, die bis 1989 auch die Bundesrepublik und die DDR trennte. Angelika Somaruga, die auf dem ehrwürdigen Kreuzberg den Wirtschaftsbetrieb leitet, betont die spirituelle Kraft des Ortes. „Ich finde die Ausstrahlung des Klosters ganz besonders“, sagt die Geschäftsführerin, der auch die berühmte Brauerei untersteht. Und auch wenn der touristische Betrieb bis Ostern in gewohnter Weise weiterläuft, verweist sie auf das Eigentliche ihres Arbeitsplatzes: „Wir sind in erster Linie ein Kloster, die Fastenzeit macht sich bemerkbar, Aschermittwoch und Karfreitag gibt es kein Fleisch und keine Wurst.“ An den anderen Tagen aber schon, und da herrscht auf dem Kreuzberg rege Nachfrage. Neben dem Berggasthof Elisäus, der auch ein preiswertes Quartier für Wanderer anbietet, lockt die landesweit bekannte Klosterschänke mit ihrem Selbstgebrauten. Schon 1731 machten sich die Klosterbrüder an den Gärbottichen zu schaffen. Heute ist der Zapfhahn täglich von acht Uhr morgens bis acht Uhr abends in Betrieb und füllt Krüge und Gläser der durstigen Gäste. Die kommen zu Fuß oder mit dem Mountainbike, viele auch mit dem Auto, andere mit dem Bus.

Den kompletten Artikel erhalten Sie in Ausgabe 4/2017 von Wanderlust. Hier können Sie das Magazin nachbestellen.

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Den gesamten Artikel finden Sie in dieser Ausgabe: wanderlust Nr. 04 / 2017

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