Wunderwaffe Wasserbüffel

In der "Prärie" von Prora. Wo auf Rügen früher Panzer rollten, wälzen sich heute friedliebende Wasserbüffel im Schlamm. Mit dem gleichen Ergebnis: Die Weiden bleiben­ baumfrei. wanderlust war vor Ort.

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Text und Fotos: Beate Wand

Er steht auf der Ladefläche seines schwarzen Pick-ups, nimmt die Hände seitlich an den Mund und brüllt volle Kanne los: „A-a-a-alle komm, a-a-a-alle komm!“ Tatsächlich: Aus dem Wald weit hinten tritt ein schwarzer Koloss mit hohem Widerrist und ausladenden Hörnern. Über die Prärie aus spätsommerlich gelblich-trocke­nem Gras schreitet er heran. Mit etwas Abstand folgen weitere, auch Kühe mit ihren Kälbchen. Die Wasserbüffel wissen genau, was jetzt zu ihnen auf die Weide fliegt: Brötchen! Marco Matuschak greift in den riesigen Sack und schleudert eins nach dem anderen über den Zaun.

„Das Heidekraut hier war total verholzt. Mittlerweile haben es die Wasserbüffel runtergefressen“, erläutert der knapp 50-Jährige den Auftrag der robusten Rinder. So dringt wieder mehr Licht zum Boden, der offene Charakter des Schutzgebiets „Schmale Heide und Feuersteinfelder“ bleibt erhalten. Früher übte das Militär auf der Nehrung zwischen Binz und Neu Mukran, Panzer rumpelten aufkeimende Bäume regelmäßig platt. In den Weidegründen verstecken sich auch feuchte Stellen. Perfekt für Wasserbüffel, wie Matuschak betont: „Die Tiere brauchen Wasser zum Baden. Sie müssen sich im Schlamm wälzen. Ist alles trocken, bekommen sie Hautpro­bleme und können ihre Temperatur nicht mehr so gut regeln.“

Den kompletten Artikel erhalten Sie in Ausgabe 6/2017 von Wanderlust. Hier können Sie das Magazin nachbestellen.

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: wanderlust Nr. 06 / 2017

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