Auf Dichterspuren rings um Calw

Das Schwarzwaldstädtchen ist Heimatort von Hermann ­Hesse. Der Literaturnobelpreisträger machte den Ort und seine ­Umgebung zu Schauplätzen seiner Erzählungen und berichtete mit Freude von seinen Wanderungen.

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Text: Sabine Maguire / Fotos: Mirko Schümmelfeder

Man kann wandern und sich von der Natur umfangen lassen. Oder dort die Wanderschuhe schnüren, wo das Abenteuer ruft. Und man kann auf Pfaden unterwegs sein, wo es schon andere waren. Auf den Spuren von Menschen wandeln, deren Lebensgeschichte ein Faszinosum ist. Ihnen an Orte folgen, an denen alte Gemäuer und knorrige Bäume noch Geschichten aus längst vergangenen Zeiten erzählen. Unsere Wanderlust beginnt diesmal jedenfalls so: ein „Date“ mit Hermann Hesse auf der Nikolausbrücke in Calw. Dem ältesten noch erhaltenen Bauwerk in der Heimatstadt des Literaten, von dem er selbst einst sagte: „Das ist mir der liebste Platz im Städtchen, der Domplatz von Florenz ist mir nichts dagegen.“

Eigentlich müssten wir uns entschuldigen für das „Date“, denn so würde der Literaturnobelpreisträger eine solche Begegnung niemals nennen. Vielleicht würde er „Stelldichein“ sagen oder eines dieser Worte mit dem vertrauten Sprachklang, der Hesses Schriften seit jeher innewohnt. Verabredet haben wir uns übrigens nicht mit dem Literaten selbst, der bekanntlich schon längst nicht mehr unter den Lebenden weilt. Stattdessen mit seinem Alter Ego, in Bronze gegossen. Da steht er also, die eine Hand lässig in der Hosentasche, mit der anderen hält er seinen Hut. Wir lassen ihn ein wenig plaudern über sein Brückchen, auf dem er einst so oft stand, um seine Angelschnur in die rauschende Nagold zu werfen. Dieses wunderbar durch die Stadt mäandernde Flüsschen, dem wir später noch an die Orte folgen werden, zu denen auch Hesse einst wanderte. Was das Unterwegssein angeht, hatte Hesse übrigens ganz eigene Vorstellungen: „Mir ist auf Reisen nur wohl, wenn es ganz schlicht und handwerksburschenhaft zu­geht, ­dritter Klasse und zu Fuß, ohne ­Hotels und ohne täglich warm zu essen.“

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: wanderlust Nr. 06 / 2018

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