Die Natur ist die beste Apotheke

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Autorin Alexa Christ beim Kneipp’schen Armbad: der erfrischend perfekte Start in eine lange Wanderung!
© Alexa Christ

„Wasserdoktor“, „Kräuterpfarrer“, „Wohltäter der Menschheit“: Schon zu Lebzeiten war Sebastian Kneipp eine Berühmtheit. Aus ganz Europa strömten die Menschen zu ihm, selbst ein indischer Maharadscha ließ sich von ihm behandeln. Am 17. Mai 2021 wäre der Begründer der modernen Hydrotherapie 200 Jahre alt geworden. Grund genug, auf Kneipps Spuren durch seine Allgäuer Heimat zu wandern.

Text: Alexa Christ

Wie beginnt man eine Wanderung auf dem Kneipp-Weg von Bad Wörishofen nach Bad Grönenbach auf angemessene Weise? „Mit einem kalten Armbad“, erklärt Heilpraktikerin und Kneipp-Expertin Ines Wurm-Fenkl ohne zu zögern. Wir stehen im Kurpark von Bad Wörishofen. Dass sich hier eine von insgesamt 24 Wassertretstellen der Gemeinde befindet, versteht sich von selbst – schließlich wirkte Kneipp über vier Jahrzehnte bis zu seinem Tod im Jahr 1897 in der kleinen Stadt am Wörthbach. Unter Ines‘ Anleitung absolviere ich also mein erstes Kneipp‘sches Armbad: Erst die rechte Armbeuge ins Becken tauchen, dann mit der linken folgen. Gleichmäßig atmen. Im Wasser bleiben, bis ein Kältegefühl einsetzt – etwa 30 bis 40 Sekunden. Dann die Arme herausnehmen und das Wasser mit bloßen Händen abstreifen. Sofort setzt ein angenehmes Frischegefühl ein, die Durchblutung wird ordentlich angekurbelt. „Deshalb ist für Kneippianer nicht die Tasse Kaffee der Wachmacher, sondern das Armbad“, verrät Ines augenzwinkernd.

Kneipp war seit 1855 Beichtvater der Dominikanerinnen in Wörishofen. Hier schrieb er seine Bestseller „Meine Wasserkur“ und „So sollt ihr leben“. Hier behandelte er Könige und Fürstinnen, Bauern und Handwerker, Tagelöhner und Bettlerinnen – notfalls auch ohne Bezahlung, was weder Kirche noch Obrigkeit gerne sahen. Immer wieder wurde er wegen Kurpfuscherei oder Gewerbebeeinträchtigung verklagt. Eine Erklärung musste er gar unterschreiben, „fürder auch solchen Unglücklichen nicht mehr zu helfen, die angeblich keine ärztliche Hilfe mehr fanden“. Gehalten hat er sich gottlob nicht daran.

Den kompletten Artikel lesen Sie in wanderlust 5/2021. Das Magazin können Sie hier nachbestellen.

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