Die stille Natur

Der Vogtland Panorama Weg ist einer der großen Wanderwege, der noch nicht überlaufen ist. ­Wer durch das sanfte Auf und Ab der Täler und durch die dichten Wälder wandert, erlebt Natur- und Kulturhighlights gleichermaßen.

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Der Weg führt durch einsame Wälder und Kulturlandschaft.

Text: Edda Neitz

Der Vogtland Panorama Weg misst genau 225 ­Kilometer und ist eine große Runde durch das Land der Vögte. Kaiser Barbarossa legte im 12. Jahrhundert den Grundstein für das Vogtland, als er die Verwaltung seiner Ländereien den „advocatus“ übertrug – wovon sich eben der Titel des Vogtes ableitet. „ Einen Vogtlandweg von Greiz nach Klingenthal gab es schon vor 100 Jahren“, erzählt Bärbel Borchert, die den Wandertourismus hier aufgebaut hat. Aus dieser Strecke machte sie mit den Kollegen vom Vogtländischen Wanderverband einen Rundweg – den Vogtland Panorama Weg. Vor zwölf Jahren erhielt dieser als ers-ter ostdeutscher Wanderweg das Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“.

Ein Fleckenteppich aus Feldern und Wiesen, Flüssen und Wäldern prägt das sächsische Vogtland. Viel Natur und eine herrliche Stille sind hier zu spüren. Wer denkt dabei nicht sofort an die bekannte Textstelle von Goethe „Über allen Gipfeln ist Ruh …“! Ob der große Dichter dabei an diese Region dachte, ist nicht bekannt, aber er soll gerne zur Kur nach Bad Elster gekommen sein.

Heilsame Ausblicke

Hier in Bad Elster beginnt meine Tour. Sie ist die fünfte von insgesamt zwölf Etappen des Panorama Weges und führt nach Bad Brambach. Sozusagen von einem Heilbad zum nächsten. In dem mondän wirkenden Bad Elster treffe ich mich mit Anja ­Kummer, die für die Qualität der Wanderwege sorgt. „Um die 500 Kilometer wandere ich jährlich im Vogtland“, erklärt sie und fügt hinzu, langweilig sei keine Wanderung, die Natur sorge immer für eine Abwechslung.

Ein Hauch der Nostalgie weht noch immer – oder besser gesagt wieder – in Bad Elster. Schon um 1500 soll es hier Moorheilbäder gegeben haben. Heute prägen sorgfältig renovierte Häuser aus der Gründerzeit den Badeort. Das historische König Albert Theater und die erst 2015 fertig renovierte Soletherme sind die Sahnehäubchen. Schwerelos im Sole-Klangbad auf dem Wasser liegen – hochgesättigte Glaubersalze macht es möglich – oder in Naturmoor eingepackt, sind pure Erholung nach einer langen Wanderung. Wir müssen jedoch erst noch unsere Füße plagen und begnügen uns daher mit der Ansicht üppig blühender Rhododendren, denn das erste Stück von Etappe 5 führt durch den Kurpark.

Den gesamten Artikel finden Sie in der Ausgabe 2/2017 der Wanderlust. Hier können Sie das Heft nachbestellen.

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: wanderlust Nr. 02 / 2017

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