Farbenprächtige Wasserwege

Welche Farbe hat eigentlich Wasser? Ist es blau wie der Bodensee, grün wie die Müritz – oder strahlt es in traumhaftem Türkis, wie der Lago di Sorapiss in den Dolomiten? wanderlust zeigt zehn eindrucksvolle ­Wanderwege am Wasser und schaut dabei genau auf die Farbe.

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Der Mühlensee im Nationalpark Müritz schimmert in traumhaften Farben.
© GettyImages

Text: Sebastian Appianing

Betrachtet man die Erde vom Weltall aus, so wird eines ganz schnell deutlich: Nur ein geringer Teil der Erdoberfläche wird von Land eingenommen – nur ca. 29 Prozent. Dagegen sind 71 Prozent mit Wasser bedeckt. Deshalb wird die Erde ja auch „blauer Planet“ genannt. Blau ist die Farbe des Wassers, aber stimmt das? Ist Wasser wirklich immer blau? Wer den Wasserhahn aufdreht, bekommt kein blaues Wasser. Es sieht durchsichtig aus. Wasser aus Flaschen ist ebenfalls nicht blau. Wie kommt es dann, dass das feuchte Nass in dem einen See blau ist, im Fluss grün aussieht und im Meer teilweise sogar in Türkis erstrahlt? Die Erklärung ist sehr einfach: Wasser ist farblos. Die Farbe kommt dagegen von der Sonne. Wasser absorbiert alle Farben des Sonnenlichtes außer Blau. Dieses wird auch noch in sehr tiefem Wasser gestreut und reflektiert. Ist das Meer oder der See sehr flach, erscheint das Wasser türkis. Bei tieferen Gewässern wird das Blau intensiver und sieht besonders dunkel aus.

Bunte Farbenvielfalt

Neben der Wassertiefe haben auch noch andere Dinge einen Einfluss auf die Wasserfarbe. Ein weißer Sandboden, wie er häufig in der ­Karibik zu finden ist, lässt das Wasser heller erscheinen. Schwimmen dagegen viele Teilchen aus Sand, Gestein oder Schlamm im Wasser, brechen diese das Licht zusätzlich, und das Wasser wird braun, grau oder weißlich. Außerdem gibt es viele Algen­ und andere Lebewesen im Wasser, die wie die Landpflanzen Photosynthese betreiben. ­Dabei verbrauchen sie vor allem das rote und blaue Licht, um Zucker herzustellen. Übrig bleibt das grüne Licht, und das lässt Seen, Teiche oder auch Meere dann grün erstrahlen. Eine andere sehr spezielle Algenart produziert dagegen eine rote Farbe und verleiht dem ­Roten Meer sein markantes Aussehen. Besonders leuchtende Farben ­haben Seen und heiße Quellen in Gebieten mit erhöhter Erdwärme. Färbende Stoffe wie z. B. Schwefel- und Eisenverbindungen gelangen dort häufig ins Wasser. Dort lösen sie sich und färben Seen oder ­Flüsse dann smaragdgrün, türkis oder sogar schwefelgelb.

Den kompletten Artikel erhalten Sie in Ausgabe 5/2018 von wanderlust. Hier können Sie das Magazin nachbestellen.

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: wanderlust Nr. 05 / 2018

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