Märkische Schweiz: Wandern auf Dichters Spuren

Wandern auf den Spuren von Eiszeit und Dichtern wie Theodor Fontane – kaum eine Gegend lädt dazu eindrucksvoller ein als das Naturschutzgebiet Märkische Schweiz. Die durch Endmoränen geprägte Hügel- und Seenlandschaft ist Rückzugsraum für seltene Vögel, war Erholungsort für prominente Künstler und ist heute ein geheimes Paradies für Wanderer.

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Erdgeschichte: Ehemalige Krater aus der Eiszeit füllten sich mit Wasser.
© Archiv KTA Märkische Schweiz

Text: Nicolas Kellner

Die Märkische Schweiz liegt knapp eine Stunde Fahrzeit östlich von Berlin Richtung Frankfurt (Oder). Der Besucher findet im Naturpark Märkische Schweiz auf engem Raum eine Vielzahl von Seen, Hügeln, Schluchten, Wiesen, Wäldern, Mooren, Fließen und Magerrasen vor. Das Buckower Hügel- und Kesselland wird auch Märkische Schweiz genannt. Der Brauch, landschaftlich besonders reizvolle und bergige Gegenden als „Schweiz“ zu bezeichnen, verlieh dieser Region den Namen. Müncheberg bezeichnet sich auch gern als „Tor zur Märkischen Schweiz“, während sich Buckow als „Juwel der Märkischen Schweiz“ tituliert. Unsere Wandertour beginnt am Bahnhof Müncheberg (Mark), der von Berlin aus bequem mit einem Nahverkehrszug zu erreichen ist. Wir folgen zunächst der Straße „Am Bahnhof“ einen halben Kilometer in nordöstlicher Richtung. Rechts vor uns liegt der Kleine Schlagenthinsee inmitten einer naturbelas­senen Grünlandschaft. Auch, wenn uns der Vogellärm von dort fasziniert und erst einmal ablenkt, folgen wir linker Hand dem befestigten Weg, der über die Gleise führt, mitten hinein in die märkische Moor- und Waldlandschaft. Der später unbefestigte, aber gut zu bewältigende Weg verläuft an einer weiteren Bahnlinie entlang, links und rechts schlängeln sich Bachläufe hin zu kleinen Tümpeln.

Durch Bachläufe verbunden

Die Landschaft kommt uns wellig vor, und wir ahnen, welche urzeitlichen ­Kräfte hier einstmals gewirkt haben müssen. Die damals vorherrschenden, eiszeitlichen Standort- und Gelände­bedingungen führten im Zusammenspiel mit der späteren historischen bäuerlichen Landnutzung, wie zum Beispiel Wanderschäferei, extensive Mähnutzung von Feucht- und Nasswiesen sowie kleinteilige Ackernutzung mit Anlage von Heckensystemen, zu einem vielgestaltigen Landschaftsmosaik und jener bäuerlichen Kulturlandschaft, durch die wir nun wandern. Aufgrund der dadurch bedingten, unterschiedlichen mikroklimatischen Bedingungen konnte sich eine große Artenvielfalt der Tier- und Pflanzenwelt entwickeln. Dieser Tatsache wird die Ausweisung dieses Gebietes als Naturpark Märkische Schweiz gerecht. Das Ergebnis ist einzigartig und typisch für diesen nach der Wende geschützten Naturraum. Eine Gebietsreform fügte 2002 die zu DDR-Zeiten parzellierten, südlich des Naturschutzgebiets gelegenen Ortseinheiten zu dem heute städtischen Verbund Müncheberg zusammen.

Den kompletten Text inklusive aller Fotos, der Tourenbeschreibung sowie der Tourenkarte zum sammeln und nachwandern erhalten Sie in Heft 1/2014 von wanderlust.

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Wasserwege: Viele Bachläufe verbinden die zahlreichen Seen der Märkischen Schweiz.
© Archiv KTA Märkische Schweiz

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: wanderlust Nr. 01 / 2014

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