Südliche Seeligkeit

Einst als Arbeitsweg angelegt, heute pures Vergnügen mit herrlichen Ausblicken am laufenden Band: der Viandante am östlichen Ufer des Comer Sees.

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Text: Friederike Brauneck

Ein historischer Pfad, vielleicht aus dem Mittelalter oder schon von den Römern angelegt? Der Sentiero del Viandante verbindet oberhalb des Comer Sees kleine Ortschaften von Nord nach Süd. Permanenter Begleiter: die betörende Aussicht auf See und Berge, auf eine malerische Landschaft, die den mediterranen Charme üppiger Pflanzen und ockerfarbener Dörfern mit rauen Felswänden vor dem tiefen Blau des Sees verschmelzen lässt. Großstädtisches Flair garantiert dagegen Mailand, je nach Tageszeit eine Autostunde entfernt: für Modeinteressierte ein Mekka, Namen wie Gucci, Prada, Vuitton finden sich um den Dom und in der Via Monte Napoleone. Brera dagegen ist ein tolles Viertel mit engen Gassen und kleinen individuellen Läden. Überall dazwischen herrliche Cafés – witzig-modern oder prächtig mit Kronleuchter – mit gutem Kaffee natürlich und kleinen Stärkungen wie herzhaft belegten Panini oder saftig-süßen Mandeltörtchen – oder lieber ein Eis aus der prall gefüllten Truhe mit Eisbergen in allen Farben? Die Klassiker in der Stadt sind natürlich der Dom mit dem majestätischen Vorplatz und der berühmten Galleria Vittorio Emanuele II. Entstanden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in eklektizistischer Manier: Altes aufgreifend, Neues wie den Jugendstil dazu kombinierend mit üppigem Schmuck an Ornamenten und Figuren. Auf der Domseite der Gallerie findet sich ein weltbekannter Klassiker, die Bar Campari von David Campari, dem Erfinder des leuchtend roten Getränks, das zunächst auch hier produziert wurde.

Ein Gang durch den Dom empfiehlt sich, wenn man genügend Zeit hat. Leider auch hier Sicherheitskontrollen mit den entsprechenden Warteschlangen. Aber allein das prächtige Apsis-Fenster hinter dem Altar ist einen Besuch wert. Wer sich den Blick auf den Dom mit einem Glas Wein versüßen möchte, kann sich im Kaufhaus Rinascente durch das unendlich prachtvolle (und hochpreisige) Angebot bis zur Dachterrasse hinaufschrauben und dort auf Augenhöhe mit einem der größten Marmorbauten der Welt in einem Restaurant ein wenig ausspannen.

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: wanderlust Nr. 02 / 2018

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