Kleiner Berg, großes Kino

Die Wandertour zum ­Rossbrand, dem 1.700 ­Meter hohen Hausberg des ­Städtchens Radstadt, ist ­sportlich. Auf dem Gipfel wartet ein 360-Grad­Panorama mit rund 150 Alpen-Giganten. Grandios!

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Text: Nikolaus Sieber

Rossbrand oder Roßbrand? Bei geografischen Namen kann die Rechtschreibreform schon mal kleine Unstimmigkeiten in Wanderkarten und -büchern oder auf ­Hinweisschildern und Wegweisern hervorrufen. Was soll’s, den Wanderer lässt dies ­unbeeindruckt, spätestens sobald er das betreffende ­Wanderziel in seiner ganzen Pracht vor ­Augen hat.

Jede Urlaubsdestination freut sich, ­einen Berg direkt vor der Haustür zu haben, der sich als „Hausberg“ bezeichnen lässt. So auch das kleine Städtchen Radstadt im österreichischen Bundesland Salzburg, das besonders stolz auf seinen 1.770 Meter hohen Rossbrand ist. Die Einheimischen schätzen ihn, Urlaubsgäs­te erkunden ihn; viele zu Fuß oder mit dem Mountainbike. Aber neben Wanderwegen führt auch eine Bergstraße fast bis zum Gipfel, auf der Autos und auch ein Wanderbus verkehren.

Rechte Winkel sind Trumpf

Wir wollen natürlich hochwandern und nehmen uns den schönsten Wanderweg vor, der überwiegend als kleiner Pfad verläuft. Begleiten und führen soll mich ­Dieter Pflüger. Das ist äußerst angenehm und lehrreich, denn der Professor weiß auch viel über Stadt und Berg, Geschichte und Traditionen des Ortes. Ja, in ­Österreich ist ein Gymnasiallehrer schon Professor. Mathe und Sport waren seine Lehrfächer, ein res­pektvolles und freundliches Miteinander mit den Schülern war ihm stets gewiss. Das hat sich nach seiner Pensionierung auch mit den Erwachsenen so gehalten. Bei seinen Stadtführungen in Radstadt hängen alle Teilnehmer voller Spannung an seinem Mund und folgen seinen Ausführungen. Jetzt übergibt er an eine jüngere Kollegin, doch die Nachtwächter-Tour durch die Altstadt wird er weiterhin anbieten. Urlaubsgäste, die ­gerade während solch eines Nachtrundgangstermins in der Stadt weilen, sollten sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen.

Begeistert bin ich schon vom Stadtrundgang, den wir am Tag vor der Wanderung zum Rossbrand machen. Radstadt hat zwar gerade mal fünftausend Einwohner, aber ­einige Sehenswürdigkeiten; die interessanteste und bedeutendste ist die Stadt­mauer. „Radstadt ist eine gegründete Stadt, sie wurde hier geplant und gebaut. Begonnen hat man sofort mit der Stadtmauer rundherum, ­bereits 1289 wurde das Stadtrecht erteilt“, sagt der Stadtführer. „Man sieht es am großen, rechtwinkligen Hauptplatz mitten in der Stadt: Alles ist regelmäßig angeordnet, auch die Straßen verlaufen im rechten Winkel. Sieht man eher selten“, erzählt Dieter.

Den kompletten Artikel erhalten Sie in Ausgabe 6/2017 von Wanderlust. Hier können Sie das Magazin nachbestellen.

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: wanderlust Nr. 06 / 2017

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