Barcelona: Stadt der zwei Herzen

Die Hauptstadt Kataloniens besticht durch eine Mischung aus Tradition und Moderne. Es gelingt ihr, das Erbe der Vergangenheit zu bewahren und im gleichen Atemzug die Gegenwart neu zu gestalten. Der größte Schatz ist ihre Architektur. Fantasievolle Modernisme-Bauten durchziehen die Gassen und zaubern ein ungewöhnliches Flair, irgendwo zwischen Kitsch und Kunst.

Text: Inga Dora Meyer

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© Malte Schwarzer

Der nackte, leicht feuchte Asphalt glitzert im Sonnenschein, sanfter Nebel steigt auf, hier und da ein Schattenwurf von bunter Wäsche, die hoch oben auf kleinen, stählernen Balkonen darauf wartet, vom Wind getrocknet zu werden. Dort geht eine Tür knarrend auf, aus dem Dunkel heraus tritt ein Mann, der, kaum ist die Tür zugeschlagen, in der Menschenmasse der kleinen Gasse verschwindet. Das Geräusch von Rolläden, die hochgefahren werden, ist zu hören. Läden erwachen aus dem nächtlichen Schlaf.

Das schlauchförmige Sträßchen scheint sich wie eine Schlange durch die Stadt zu winden. Immer mehr Menschen nimmt es auf seinem Weg durch die Metropole mit. Immer enger wird es. Doch wenige Ecken weiter weitet es sich plötzlich, so als öffne eine Schlange ihr Maul und spucke die Fußgänger einfach aus. Ein großer Platz mit einem riesigen Springbrunnen, umringt von majestätischen Bauwerken, zeigt seine stille Pracht. Der schnelle Puls der Stadt verlangsamt sich an diesem beschaulichen Ort, er ist jetzt nur noch zu erahnen. Barcelona live!

Stadt der Kontraste und Wunderwerke

Eine Stadt, in der zwei Herzen schlagen. Ein altes Herz, das die Römer einst zum Leben erweckt haben, das unruhige Jahrhunderte hinter sich hat und nun still und weise das neue Herz betrachtet, das sich im Umbruch befindet und sich erst finden muss. Die katalanische Hauptstadt ist ein bunter Mix aus Tradition und Moderne, der mit diversen architektonischen Wunderwerken jeden Besucher in seinen Bann zieht. Zahlreiche Highlights der Stadt zweigen von der Touristenmeile La Rambla ab. Die rund 1,3 Kilometer gelten als der berühmteste Kilometer Spaniens und reichen bis zum Plaça Catalunya, einem der zentralen Verkehrsknotenpunkte in Barcelona. Der Name, abgeleitet vom arabischen Wort „ramla“ (zu deutsch: sandiger Boden) bezeichnet eigentlich ein ausgetrocknetes Flussbett, das als Weg benutzt wird – und genau das war La Rambla früher auch einmal. Im 19. Jahrhundert entstanden dann die ersten Paläste von Adligen am Wegesrand und machten die Straße zur Flaniermeile. Heute gehört sie ganz und gar den Fußgängern. Wohl kaum ein anderer Ort in der Stadt wird so sehr von Touristen und Einheimischen frequentiert. Dementsprechend viel los ist hier. Blumenstände, Souvenir-Shops, Eiskioske, Cafés, Straßenmusiker und Karikaturisten tummeln sich entlang des Weges.

Den kompletten Text inklusive aller Fotos, der Tourenbeschreibung sowie der Tourenkarte zum sammeln und nachwandern erhalten Sie in Heft 4/2013 von wanderlust.

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Der Plaça Reial: Ein Ort mit gemütlicher Wohnzimmer-Atmosphäre, der zum Ausruhen einlädt.
© Malte Schwarzer

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: wanderlust Nr. 04 / 2013

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