Lübecker Leckereien

Wer bei Marzipan noch nicht schwach wird, kann spätestens bei Buddenbrook’schem Plettenpudding nicht widerstehen. Mit allen Sinnen taucht man in der Hansestadt zur Adventszeit in das Weihnachtskapitel des nobelpreisgekrönten Romans über die Kaufmannsfamilie ein.

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© pa/dpa

Text: Beate Wand

Leise klimpern die Gabeln auf den Tellern mit honigsüßen, leicht gebräunten Plumkuchen und rosa Baisers, die gleich auf den Zungen der Anwesenden schmelzen werden. „Man saß. Im ersten Stockwerk des weitläufigen alten Hauses in der Mengstraße, das die Firma Johann Buddenbrook vor einiger Zeit käuflich erworben hatte.“ Mit diesem Satz eröffnet Thomas Mann seinen nobelpreisgekrönten Gesellschaftsroman.

Nun lauschen gut 80 Ohren in ebendieser Beletage der hanseatischen Stimme hinter dem beleuchteten Stehpult. Feierlich liest sie aus dem Weihnachtskapitel der „Buddenbrooks“ vor. Die Zuhörer, die an diesem Adventsabend gemeinsam „Weihnachten bei den Buddenbrooks“ – ein vierstündiges literarisches Programm – feiern, blicken dabei durch eine Glasscheibe in das dekorierte Weihnachtszimmer.

Gebäck von den Buddenbrooks

Der Tannenbaum, „geschmückt mit Silberflittern und großen, weißen Lilien, einen schimmernden Engel an seiner Spitze und ein plastisches Krippenarrangement zu seinen Füßen“, ragt bis zur Decke empor. Auf dem Tisch in der Zimmermitte Hannos Puppentheater. Nebenan im Landschaftszimmer stimmen die gelbseidenen Gardinen vor den Fenstern mit dem gelblichen Sonnenuntergang auf den Schäferbildern überein. Und auch die Rezepte des Gebäcks sind der Geschichte entlehnt, in der es um den sich über vier Generationen hinziehenden Verfall einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie geht.

Den kompletten Text inklusive aller Fotos, der Tourenbeschreibung sowie der Tourenkarte zum sammeln und nachwandern erhalten Sie in Heft 1/2102 von wanderlust.

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Berühmt für Tradition: Die mittelalterliche ­Lübecker Altstadt ist Weltkulturerbe und weist über tausend denkmalgeschützte Gebäude auf. Typisch sind die Backsteinfassaden und die engen, verwinkelten Gänge dazwischen (oben). Auch das Lübecker Marzipan ist typisch für die Stadt und zeichnet sich durch den besonders geringen Zuckergehalt aus (rechts). © pa/dpa

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: wanderlust Nr. 01 / 2012

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